Freitag, 7. Mai 2010

Mal was anderes, zur Abwechslung

Wir machen auch noch andere Sachen als Essen, auch wenn man es kaum glauben mag angesichts dieses Blogs. Wenn Ed nicht gerade versucht, das Internet zu retten oder unsere Türklingel zu reparieren, ist er ein echt angenehmer Konversationspartner. Und wenn ich nicht dabei bin, Termine zu koordinieren oder das Katzenklo sauberzumachen, spiele ich mit Buchstaben und nenne es Schularbeiten.



In den letzten Wochen zwangen mich besagte Schularbeiten zu einer romantischen Affäre mit Mrs Eaves, einer Schriftart, die ich für meinen Typografiekurs porträtieren sollte. Wir sind ein entzückendes Paar, Mrs Eaves und ich. Und sind ihre Kurven nicht hinreißend?

Donnerstag, 6. Mai 2010

Liebe Deinen Nachbarn

Nur wenige Stunden nachdem ich gestern dieses Foto veröffentlicht hatte — ein Prachtstück von einem belegten Baguette, letzteres ein Geschenk von unserer Nachbarin Amy, die seit einiger Zeit eine Backschule besucht und demzufolge das eine oder andere Brot über hatte — klopfte es an unser Fenster (unsere Türklingel ist kaputt, und die Reparatur ist mittlerweile eine eigene Geschichte wert, doch dazu später...). Draußen stand Amy und händigte mir ein wahres Füllhorn köstlicher Brotlaibe aus, immer wieder beteuernd, daß sie so viel Brot nun wirklich nicht alleine essen könne und auch die Dame vom Burritoladen die Straße runter schon ihren Teil abbekommen hätte.



Zu gutem Brot sage ich ja nun auf keinen Fall nein, insbesondere nicht hier in den USA, wo es Seltenheitswert hat. Lustigerweise hatte ich mir auch gerade den Kopf darüber zerbrochen, was ich zum Abendessen machen sollte. Die Frage klärte sich also ausgesprochen elegant: 4 Sorten Brot, Butter, Käse, hartgekochtes Ei, Tomaten. Fertig.

Amy hofft, im Anschluss an die Schule im August einen Job in einer Bäckerei zu finden. Wird ihr hoffentlich nicht schwerfallen, und bis dahin genießen Ed und ich Früchte ihrer Ausbildung. Sie hat angekündigt, daß in ein paar Wochen Kuchen und Torten dran sind. Juchu!

Montag, 29. März 2010

Schönes Wochenende

Diesen Samstag waren wir in Palo Alto, um ein bisschen Frühlingsgarderobe zu shoppen. Ed hat mich dazu genötigt, jedes einzelne kunterbunte Kleidungsstück, das Macy's im Sortiment hatte, anzuprobieren: ich war es in letzter Zeit etwas leid, meinen normalen Mix aus schwarz/grau/blau/weiß zu tragen, aber bin aus unerfindlichem Grund nicht in der Lage, selber etwas anderes auszusuchen. (Was hat es hier in letzter Zeit bloß mit all dem Klamottentalk auf sich??)

Wir haben bei dieser Gelegenheit im Stanford-Einkaufszentrum draußen Mittag gegessen. Es geht doch nichts über einen tollen Salat und ein Glas Weißwein an einem schönen, warmen, frühen Samstag Nachmittag!

Den Rest des Wochenendes haben wir mit Poolbillard spielen, Besorgungen machen, lecker Kochen und mit Freunden quatschen verbracht. Ach, und Ed hat ein paar neue Dinge dazugelernt. Zum Beispiel, daß unser Wäscheständer und der Tritthocker in einem klitzekleinen Raum namens "Die Abstellkammer" leben, zusammen mit dem Staubsauger, den Klappstühlen und unserer Campingausrüstung. Kleine Fortschritte...

Montag, 22. März 2010

Ich habe gelogen

Aber ich schwöre, es war vollkommen unabsichtlich.

Minuten, nachdem ich den Beitrag über Saint Patrick's Day veröffentlicht hatte, in dem ich bekundete, nichts Grünes zu besitzen, fiel mir siedend heiß ein, daß ich vor ein paar Monaten doch in der Tat ein grünes Top gekauft habe. Es ist nicht gerade irisch-grün, aber ich war nicht pingelig und habe es an jenem Abend getragen.

Ende des öffentlichen Schuldgeständnisses.

Der Frühling ist hier!

Ich bin diese Woche zwei Tage in Folge ohne Jacke aus dem Haus gegangen: der Frühling ist endlich hier! Seit Wochen schon standen die Bäume in voller Blüte (der wundervolle Geruch besonders am Abend entzückt mich jedes Jahr aufs Neue), aber das Wetter war immer noch kalt und unberechenbar. Diese Woche brachte endlich die Wende, mit Temperaturen bis zu 22 Grad.

Ed und ich haben die langersehnte Sonne und Wärme kräftig ausgekostet, und am Samstag morgen draußen gefrühstückt, in einem Straßencafé in Rockridge. Es hat Blütenblätter geschneit und die Croissants waren perfekt.

Wir waren nicht die einzigen, die in der Stimmung waren, den Frühlingsanfang zu feiern. Kerry und Isaac hatten zum ersten Grillen des Jahres in ihrem Hinterhof eingeladen. Speis, Trank und Gesellschaft waren großartig, und wir saßen bis weit nach 20 Uhr draußen. Herrlich, einfach herrlich...

Donnerstag, 18. März 2010

Küss mich, ich bin Ir(r)e

Hier in den USA wird der irische Feiertag Saint Patrick's Day gern und kräftig gefeiert. Klar, man muß weder irisch noch katholisch sein, um sich über einen Grund zum Biertrinken nach Feierabend zu freuen. Der Brauch will es, daß man am Saint Patrick's Day etwas Grünes trägt, ansonsten darf man gekniffen werden. Und so fällt mir in jedem Jahr genau einmal auf, daß ich nicht ein einziges grünes Kleidungsstück besitze. Was ich dann spätestens Ende März wieder vergessen habe...

Samstag, 6. März 2010

Warten auf Bart

Es ist extrem praktisch, direkt gegenüber einer Bart-Station zu wohnen. Wir brauchen ungefähr 2 Minuten von unserer Wohnungstür bis zum Bahnsteig. Plus eine Minute, um die Zigarette aufzurauchen (= Ed), noch eine Minute, um eine Fahrkarte zu kaufen (so nötig), und manchmal ein paar extra Sekunden, um wieder Schritt zu fassen, nachdem ich im Drehkreuz beinahe hingefallen bin (beim Versuch, es vor Ed auf die andere Seite zu schaffen -- ein bisschen Konkurrenz belebt die Ehe). Und dann warten wir. Für 17 Minuten oder so. Weil wir nie daran denken, vor Verlassen des Hauses die Abfahrtszeit der nächsten Bahn nachzuschauen. Also stehen wir auf dem Bahnsteig, beobachten Tauben und an Knochen nagende Mäuse, wenn wir gemütlich auf der Couch sitzen und das Glas Wein austrinken könnten. Aber es macht uns nichts aus. Es ist immer noch sehr praktisch, und wir erzählen uns, wie unser Tag war.

Montag, 1. März 2010

Still crazy...

Heute ist der 9. Jahrestag des Tages, an dem Ed und ich uns das erste Mal begegnet sind. Ich hatte keine Ahnung, daß jener triste Hamburger Nachmittag mein Leben verändern und für immer erinnert werden würde...

(Dieses Foto ist von der Geburtstagsparty einer lieben Freundin auf der Rollschuhbahn vor ein paar Wochen. Was ich nur betone, um die Outfits zu erklären.)

Donnerstag, 23. Juli 2009

Anscheinend hat die Katze überlebt.

Montag, 20. Juli 2009

Besteht da ein Zusammenhang?

Entdeckt bei einem Spaziergang durch unser Viertel.

Mittwoch, 1. Juli 2009

Ich glaub' es nicht.

Ed hat einen Fisch gefangen.

Einen echten Fisch.

Er ist größer als unsere Essteller. Und damit absolut verzehrtauglich.

Und jetzt entschuldigt mich bitte, ich muß mir einen anderen Verwendungszweck für das Barschfilet ausdenken, daß ich heute morgen in Erwartung der üblichen Ausbeute von Eds Angelabenteuern aus dem Tiefkühlfach genommen habe...

Montag, 29. Juni 2009

5783 g

Popstickle beim Tierarzt.

Er ist vollkommen gesund. Anscheinend findet er, sich jeden Morgen um 4 Uhr zu übergeben sei eine unterhaltsame Art, uns aufzuwecken.

Freitag, 26. Juni 2009

Goodbye, Michael...

Eines dieser Dinge, von denen ich nicht erwartet hätte, daß sie mich ein bisschen traurig machen.

Mittwoch, 24. Juni 2009

Happy Birthday, Popstickle!

Da Popstickle ein Streuner ist, haben wir keine Ahnung, wann sein Geburtstag ist. Als wir ihn vor einem Jahr wegen einer nicht heilen wollenden Beinverletzung zum Tierarzt bringen mussten, schätzte dieser sein Alter auf ungefähr 8 Jahre, und trug als Geburtsdatum das Tagesdatum minus acht Jahren, also 24.6.2000, in die Karteikarte. Und das ist somit der Tag, an dem wir Popstickles Geburtstag feiern.

Der Zufall will es, daß Popstickle in den nächten Tagen einen erneuten Tierarztbesuch auf sich nehmen müssen wird. Aber dadurch lässt er sich nicht vom Feiern abhalten. Ich stelle das Miller Genuine Draft kalt, Ed besorgt die Donuts. Happy Birthday, P.!

Samstag, 20. Juni 2009

Das passiert...

...wenn der Topf kleiner ist als der Popcorn-Hunger. Schönes Wochenende!

Montag, 8. Juni 2009

Draußen schmeckt's besser

Spontanes Grillen ist das Schönste...

Sonntag, 7. Juni 2009

Puccini trifft SF Giants: Tosca im Baseballstadion

Für lau in die Oper, und das in Leder- bzw. Skijacke? Geht, genauergesagt: ging. Gestern abend, bei einer Umsonst-Liveübertragung von Tosca aus der San Franciscoer Oper ins AT&T Baseballstadion, Heimat der SF Giants.

Tausende San Franciskaner kamen und genossen Picknick, Puccini und einen traumhaften Abendhimmel. Musik und Video kamen in High Definition live und direkt aus dem War Memorial Opera House, und wir wurden das Gefühl nicht los, daß unser Tosca-Abend dem der Opernhausbesucher überlegen war: Kein Opernsessel der Welt ist so weich wie ein Major League-Baseballrasen, und in der Oper umkreist kein Schwarm weißer Möwen im strategisch passendsten Moment majestätisch den Ort des Geschehens. Wir saßen in Barry Bonds Schweiß, tranken italienischen Rotwein und verfolgten drei kurzweilige Stunden lang das fesselnde Schicksal von Tosca, Cavaradossi und Baron Scarpia.

Zum Abschied schickten die Sänger einen besonderen Gruß ins Stadion und zückten während ihrer Verbeugungen im Opernhaus diverse SF Giants-Fanartikel. Muß für die Opernbesucher ein wenig lustig ausgesehen haben, fand aber frenetischen Beifall im Stadion. Bravissimo!

Alle Fotos hier

Montag, 1. Juni 2009

Mosse & Mossi leben noch

Meine Mutter wies mich heute auf gewisse Probleme mit diesem Blog hin. Ich nahm an, daß sie auf den Mangel an Updates seit, hm-hmmm, sechs Monaten hin anspielte. Aber nein, anscheinend war diese Seite eine Weile lang KOMPLETT aus dem Internet verschwunden. Was beweist, wie sehr Ed und ich diesen Blog in letzter Zeit vernachlässigt haben.

Aber hey! Gute Neuigkeiten! Wir sind noch da, am Leben und gesund, und das Eheleben bekommt uns PRÄCHTIG, wie dieses Foto deutlich zeigt.

Ich werde versuchen, hier wieder mehr zu schreiben, und vielleicht kann ich die Katze für ein paar Reportagen einspannen.

Noch mehr Gutes bei Flickr

Ich habe ein zweites Flickr-Konto eröffnet für alle meine meine weniger privaten/menschlich-allzu-menschlichen/Schnappschuss-artigen Fotos. Hier findet Ihr Bilder meiner Hochzeitsarbeiten, Buchbindereiprojekte und Druck- und Typographieliebhabereien. Zukünftige Grafikdesignprojekte werden ebenfalls dort veröffentlicht werden.

Meine Orchidee blüht!

Ich liebe Orchideen, aber die ein oder zwei Exemplare, die ich bisher besessen habe, haben nach kurzer Pracht einen schnellen, unschön anzusehenden Tod erlitten. Zu wenig Licht, zu viel Licht, Wassermangel oder -überfluss, Ungezieger -- ich weiß es nicht, und demgemäß ehrfürchtig habe ich bisher von dem Erwerb weiterer Orchideen abgesehen. Nun schöpfe ich allerdings Hoffnung, denn seit über drei Monaten (kein Scherz!) blüht diese Orchidee auf unserem Küchentisch. Ich habe sie von Freunden im August letzen Jahres geschenkt bekommen, blühend, und hatte nur wenig Hoffnung, daß sie 2009 erleben würde. Nachdem sie ihre Blüten ein paar Wochen nach ihrer Ankunft verlor, und ich ein paar Monate später kleine rote Milben auf ihren kahlen Zweigen vorfand, nahm ich innerlich Abschied.

In einem Anflug von Optimismus und nach etwas Internetrecherche besprühte ich sie jedoch mit einer Mischung aus Wasser und Pfefferminzseife, woraufhin die Milben wenige Tage später komplett verschwunden waren, und bislang auch nicht wiederkehrten. Irgendwann Anfang diesen Jahres sah ich plötzlich neue Triebe samt Blütenknospen auf den zurückgeschnittenen Zweigen. Und seit ungefähr Mitte Februar freuen mich jeden Tag über die vier Blüten, die nicht zu altern scheinen. So als ob die Orchidee schlafen gegangen wäre, und vergessen hätte, vorher die Blüten abzuwerfen...

Ich glaube, es ist eine Phalaenopsis; zum Bewässern halte ich den Topf etwa alle zwei Wochen für 15 Sekunden unter fließendes, lauwarmes Wasser und wische anschließend etwaige Wasserspritzer von den Blättern. Scheint ihr gut zu bekommen!