Samstag, 6. März 2010

Warten auf Bart

Es ist extrem praktisch, direkt gegenüber einer Bart-Station zu wohnen. Wir brauchen ungefähr 2 Minuten von unserer Wohnungstür bis zum Bahnsteig. Plus eine Minute, um die Zigarette aufzurauchen (= Ed), noch eine Minute, um eine Fahrkarte zu kaufen (so nötig), und manchmal ein paar extra Sekunden, um wieder Schritt zu fassen, nachdem ich im Drehkreuz beinahe hingefallen bin (beim Versuch, es vor Ed auf die andere Seite zu schaffen -- ein bisschen Konkurrenz belebt die Ehe). Und dann warten wir. Für 17 Minuten oder so. Weil wir nie daran denken, vor Verlassen des Hauses die Abfahrtszeit der nächsten Bahn nachzuschauen. Also stehen wir auf dem Bahnsteig, beobachten Tauben und an Knochen nagende Mäuse, wenn wir gemütlich auf der Couch sitzen und das Glas Wein austrinken könnten. Aber es macht uns nichts aus. Es ist immer noch sehr praktisch, und wir erzählen uns, wie unser Tag war.

Montag, 1. März 2010

Still crazy...

Heute ist der 9. Jahrestag des Tages, an dem Ed und ich uns das erste Mal begegnet sind. Ich hatte keine Ahnung, daß jener triste Hamburger Nachmittag mein Leben verändern und für immer erinnert werden würde...

(Dieses Foto ist von der Geburtstagsparty einer lieben Freundin auf der Rollschuhbahn vor ein paar Wochen. Was ich nur betone, um die Outfits zu erklären.)

Donnerstag, 23. Juli 2009

Anscheinend hat die Katze überlebt.

Montag, 20. Juli 2009

Besteht da ein Zusammenhang?

Entdeckt bei einem Spaziergang durch unser Viertel.

Mittwoch, 1. Juli 2009

Ich glaub' es nicht.

Ed hat einen Fisch gefangen.

Einen echten Fisch.

Er ist größer als unsere Essteller. Und damit absolut verzehrtauglich.

Und jetzt entschuldigt mich bitte, ich muß mir einen anderen Verwendungszweck für das Barschfilet ausdenken, daß ich heute morgen in Erwartung der üblichen Ausbeute von Eds Angelabenteuern aus dem Tiefkühlfach genommen habe...

Montag, 29. Juni 2009

5783 g

Popstickle beim Tierarzt.

Er ist vollkommen gesund. Anscheinend findet er, sich jeden Morgen um 4 Uhr zu übergeben sei eine unterhaltsame Art, uns aufzuwecken.

Freitag, 26. Juni 2009

Goodbye, Michael...

Eines dieser Dinge, von denen ich nicht erwartet hätte, daß sie mich ein bisschen traurig machen.

Mittwoch, 24. Juni 2009

Happy Birthday, Popstickle!

Da Popstickle ein Streuner ist, haben wir keine Ahnung, wann sein Geburtstag ist. Als wir ihn vor einem Jahr wegen einer nicht heilen wollenden Beinverletzung zum Tierarzt bringen mussten, schätzte dieser sein Alter auf ungefähr 8 Jahre, und trug als Geburtsdatum das Tagesdatum minus acht Jahren, also 24.6.2000, in die Karteikarte. Und das ist somit der Tag, an dem wir Popstickles Geburtstag feiern.

Der Zufall will es, daß Popstickle in den nächten Tagen einen erneuten Tierarztbesuch auf sich nehmen müssen wird. Aber dadurch lässt er sich nicht vom Feiern abhalten. Ich stelle das Miller Genuine Draft kalt, Ed besorgt die Donuts. Happy Birthday, P.!

Samstag, 20. Juni 2009

Das passiert...

...wenn der Topf kleiner ist als der Popcorn-Hunger. Schönes Wochenende!

Montag, 8. Juni 2009

Draußen schmeckt's besser

Spontanes Grillen ist das Schönste...

Sonntag, 7. Juni 2009

Puccini trifft SF Giants: Tosca im Baseballstadion

Für lau in die Oper, und das in Leder- bzw. Skijacke? Geht, genauergesagt: ging. Gestern abend, bei einer Umsonst-Liveübertragung von Tosca aus der San Franciscoer Oper ins AT&T Baseballstadion, Heimat der SF Giants.

Tausende San Franciskaner kamen und genossen Picknick, Puccini und einen traumhaften Abendhimmel. Musik und Video kamen in High Definition live und direkt aus dem War Memorial Opera House, und wir wurden das Gefühl nicht los, daß unser Tosca-Abend dem der Opernhausbesucher überlegen war: Kein Opernsessel der Welt ist so weich wie ein Major League-Baseballrasen, und in der Oper umkreist kein Schwarm weißer Möwen im strategisch passendsten Moment majestätisch den Ort des Geschehens. Wir saßen in Barry Bonds Schweiß, tranken italienischen Rotwein und verfolgten drei kurzweilige Stunden lang das fesselnde Schicksal von Tosca, Cavaradossi und Baron Scarpia.

Zum Abschied schickten die Sänger einen besonderen Gruß ins Stadion und zückten während ihrer Verbeugungen im Opernhaus diverse SF Giants-Fanartikel. Muß für die Opernbesucher ein wenig lustig ausgesehen haben, fand aber frenetischen Beifall im Stadion. Bravissimo!

Alle Fotos hier

Montag, 1. Juni 2009

Mosse & Mossi leben noch

Meine Mutter wies mich heute auf gewisse Probleme mit diesem Blog hin. Ich nahm an, daß sie auf den Mangel an Updates seit, hm-hmmm, sechs Monaten hin anspielte. Aber nein, anscheinend war diese Seite eine Weile lang KOMPLETT aus dem Internet verschwunden. Was beweist, wie sehr Ed und ich diesen Blog in letzter Zeit vernachlässigt haben.

Aber hey! Gute Neuigkeiten! Wir sind noch da, am Leben und gesund, und das Eheleben bekommt uns PRÄCHTIG, wie dieses Foto deutlich zeigt.

Ich werde versuchen, hier wieder mehr zu schreiben, und vielleicht kann ich die Katze für ein paar Reportagen einspannen.

Noch mehr Gutes bei Flickr

Ich habe ein zweites Flickr-Konto eröffnet für alle meine meine weniger privaten/menschlich-allzu-menschlichen/Schnappschuss-artigen Fotos. Hier findet Ihr Bilder meiner Hochzeitsarbeiten, Buchbindereiprojekte und Druck- und Typographieliebhabereien. Zukünftige Grafikdesignprojekte werden ebenfalls dort veröffentlicht werden.

Meine Orchidee blüht!

Ich liebe Orchideen, aber die ein oder zwei Exemplare, die ich bisher besessen habe, haben nach kurzer Pracht einen schnellen, unschön anzusehenden Tod erlitten. Zu wenig Licht, zu viel Licht, Wassermangel oder -überfluss, Ungezieger -- ich weiß es nicht, und demgemäß ehrfürchtig habe ich bisher von dem Erwerb weiterer Orchideen abgesehen. Nun schöpfe ich allerdings Hoffnung, denn seit über drei Monaten (kein Scherz!) blüht diese Orchidee auf unserem Küchentisch. Ich habe sie von Freunden im August letzen Jahres geschenkt bekommen, blühend, und hatte nur wenig Hoffnung, daß sie 2009 erleben würde. Nachdem sie ihre Blüten ein paar Wochen nach ihrer Ankunft verlor, und ich ein paar Monate später kleine rote Milben auf ihren kahlen Zweigen vorfand, nahm ich innerlich Abschied.

In einem Anflug von Optimismus und nach etwas Internetrecherche besprühte ich sie jedoch mit einer Mischung aus Wasser und Pfefferminzseife, woraufhin die Milben wenige Tage später komplett verschwunden waren, und bislang auch nicht wiederkehrten. Irgendwann Anfang diesen Jahres sah ich plötzlich neue Triebe samt Blütenknospen auf den zurückgeschnittenen Zweigen. Und seit ungefähr Mitte Februar freuen mich jeden Tag über die vier Blüten, die nicht zu altern scheinen. So als ob die Orchidee schlafen gegangen wäre, und vergessen hätte, vorher die Blüten abzuwerfen...

Ich glaube, es ist eine Phalaenopsis; zum Bewässern halte ich den Topf etwa alle zwei Wochen für 15 Sekunden unter fließendes, lauwarmes Wasser und wische anschließend etwaige Wasserspritzer von den Blättern. Scheint ihr gut zu bekommen!

Montag, 1. Dezember 2008

23 Tage bis Weihnachten!

Wir hatten ein sehr schönes, entspanntes, langes Wochenende:

Am Donnerstag waren wir zum Thanksgiving-Dinner bei Christian und Evaly eingeladen, wo es statt Truthahn einen Killer-Rinderbraten gab und wir endlich Hannah und Harper kennengelernt haben, Christian und Evalys 4 Monate alten Zwillinge.

Am Freitag haben Ed und Jay ihr Glück beim Blackjack-Spielen versucht, während ich zuhause gemütlich kreativ war.

Samstag nachmittag haben wir einen Spaziergang an der Küste entlang gemacht und die recht hohen Wellen beobachtet. Es war wunderschönstes Wetter -- eigentlich viel zu warm für diese Jahreszeit, aber wir beschweren uns nicht!

Am Abend sind wir dann durch Downtown San Francisco gebummelt und haben die Weihnachtsbeleuchtung und Schaufensterdekorationen bewundert. Eigentlich wollten wir auf dem Union Square Schlittschuhlaufen, aber die Schlange war so lang, daß wir diesen Plan ganz schnell auf einen anderen Tag verschoben haben. Bei heißer Schokolade haben wir den Weihnachtsbaum bewundert, und sind später die Castro Street entlang zurück nach Hause spaziert.

Unser Sonntag war dann ganz ruhig und häuslich, und so war dieses lange Thanksgiving-Wochenende eine perfekte Einstimmung auf die diesjährige Feiertagssaison. wir freuen uns auf Weihnachten!

Donnerstag, 27. November 2008

Happy Thanksgiving!


Mmmmh, Kürbiskekse... die schmecken wie eine Mischung aus Pumpkin Pie und Lebkuchen. Viva kulinarischer Kulturmix!

Montag, 10. November 2008

Gesund und munter

Ja, wir sind noch am Leben... :)

Mit neuem Optimismus (OBAMA!!!), nichts Besonderem zu berichten und einfach glücklich. Heute nachmittag waren wir am Strand, es war so ein überraschend milder Tag und wir wollten eigentlich im moosig-herbstlichen Wald spazierengehen, aber sind dann am Wasser gelandet. Was sehr schön war. Hurra für zufällige Planänderungen!

Mehr ganz bald...

Samstag, 24. Mai 2008

Beeindruckend, diese Schweden



Vor ein paar Tagen in der S-Bahn erlebte ich, wie eine Gruppe von sechs Erstklässlerinnen (alles superniedliche kleine blonde Mädchen in entzückenden Outfits - fast so wie sorority girls bei uns in den USA, nur süß und nicht gemein und nur 60 cm groß) total ausflippten, als die Bahn an einer Ikea-Filiale vorbeifuhr:

"IKEA, IKEA, DA IST IKEA!!!"

*sehr hohe Stimmen und Quietschgeräusche*

Es war sonderbar. Und lustig. Und Ikeas Marketingmenschen sollten wahrscheinlich Awards in rauhen Mengen dafür einheimsen, daß es Ihnen gelingt, in Sechsjährigen Markenbewußtsein FÜR EINEN MÖBELLADEN zu etablieren.

Montag, 19. Mai 2008

Damals herrlich, heute herrlich

Wenn ich an meine Kindheit denke, denke ich automatisch immer ganz schnell an unseren Garten. Ich habe dort so viel Zeit verbracht -- beim Spielen, allein oder mit Freunden aus der Nachbarschaft, in der Sandkiste oder auf der Schaukel, die mein Vater für mich gebaut hatte (Jahre später noch haben wir Schlumpffiguren an der Stelle gefunden, an der einst die Sandkiste war), beim Stöbern durch den Gemüsegarten auf der Suche nach süßen Babymöhrchen, Zuckerschoten oder Erdbeeren (unter den strengen aber liebevoll-duldenden Augen meines Großvaters), oder beim Planschen in dem kleinen Schwimmbecken, das meine Eltern im Sommer für mich aufbauten (wo ich mich häufig vor den toten Insekten grauste, die schon nach wenigen Tagen darin schwammen). Eine Zeitlang hatte ich ein Kaninchen (Piefke), später eine Katze (Jana), und viele Jahre lang weideten Schafe auf der Wiese direkt hinter dem Zaun am Ende des Gartens (heute der Standpunkt zweier dreigeschössiger Mehrfamilienhäuser). Im Uhrzeigersinn von oben links: mit einer Geburtstagsgesellschaft beim Füttern der Schafe, August 1981; auf der Schaukel, Frühjahr 1981; meine Großeltern, ca. späte 80er Jahre; immer noch Besitzerin einer Sandkiste, Sommer 1987; mit meinem Dreirad und Herrn Nilsson, Frühjahr 1981; reif für ein Bad, Frühjahr 1981; mit meiner Freundin Jessica, Sommer 1985.

In früheren Jahren bestand der Garten zum größten Teil aus einem Gemüse- und Obstgarten, mit einer Rasenfläche zum Sitzen und Entspannen. Je älter meine Großeltern wurden, umso kleiner wurde der Nutzgarten, während die Rasenfläche sich kontinuierlich ausdehnte und bald Flächen überzog, auf denen einst Spargelbeete und Zwiebelreihen angelegt waren. Als ich klein war, verbrachten meine Großeltern Stunden mit Säen und Ernten und Umgraben und Harken, und ich "half" ihnen stets eifrig beim Säubern von Möhren, Entsteinen von Kirschen und dem Schneiden von Äpfeln fürs Apfelmus. Im Keller standen Reihen von Einmachgläsern mit Obst, und eine Tiefkühltruhe voller eingefrorenem Gemüse. Je älter ich wurde, umso weniger Gartenarbeit betrieben meine Großeltern und verbrachten mehr Zeit damit, in den gemütlichen Gartenstühlen zu sitzen und die Sonne zu genießen, oder ein Nickerchen im Schatten zu machen. Insbesondere mein Großvater konnte den Winter nicht leiden, wenn er nicht viel Zeit draußen verbringen konnte.

Über die letzten Jahre hinweg haben meine Eltern den Garten in einen wunderschönen Ziergarten verwandelt. Meine Mutter hat ein besonderes Händchen für die Auswahl geeigneter Pflanzen für die verschiedensten Orte, und für das kunstvolle Anordnen von Sträuchern und Stauden, einjährigen Blühern und Zwiebeln, und pflegt ihre Zöglinge so hingebungsvoll, daß diese die ganze Saison über ein wahres Feuerwerk von Farben, Blütenformen und -größen veranstalten.

Da meine Großmutter zur Zeit bettlägrig ist und den Garten nicht wie sonst genießen kann, habe ich ein paar Fotos gemacht und sie ihr im Krankenhaus gezeigt. Eine Krankenschwester hat uns sogar dazu ermutigt, ein paar Ausdrucke an einer Wand in der Nähe ihres Bettes aufzuhängen.


Freitag, 16. Mai 2008

In Deutschland, im Mai



Ich bin aus familiärem Anlass vor ein paar Tagen relativ spontan nach Hause gekommen. Seit vier Jahren war ich immer nur um die Weihnachtszeit hier (mit Ausnahme unserer Hochzeit Ende Oktober 2006, als es aber meistenteils genauso kalt war wie im Dezember), und hatte schon fast vergessen, wie wunderschön Deutschland um diese Jahreszeit ist. Da wurde die abenteuerliche Autofahrt über verlassene Feldwege und durch klitzekleine norddeutsche Dörfer -- verursacht durch leichte Navigationsprobleme seitens Fahrer und Beifahrerin (hallo liebe Eltern!) -- zum reinsten Vergnügen.