Samstag, September 30, 2006

Brautkleid-Abenteuer in Denver

Ende Juli habe ich meine liebe Freundin und ehemalige Mitbewohnerin Tiffany in Denver besucht. Zusammen wollten wir uns einer ganz besonderen Mission widmen: der Suche nach dem schönsten aller Brautkleider! Im Vorwege hatte Tiffany alle Brautmodenläden im Großraum Denver recherchiert (26!). In vier Läden habe ich ca. 20 verschiedene Kleider anprobiert, und mit Hilfe von Tiffany, diversen Brautmodenberaterinnern (so nennen sich die ausgesprochen hilfreichen Angestellten in den Brautmodenläden), anderen anwesenden Bräuten, einer Kellnerin, Tiffanys Mann und meiner Mutter (die per Email Fotos der Top 7 Kleider erhalten hat) nach vier Tagen tatsächlich eine Entscheidung treffen können!

Wie in den meisten "Bridal Salons" üblich wurde mein Kleid eigens für mich auf Bestellung hergestellt. Nachdem es Anfang September bei "The Bridal Collection" eingetroffen war, wurde es mir per Kurier zugeschickt. Noch nie war ich so aufgeregt beim Öffnen eines Paketes! Am 19.9. hatte ich einen Termin mit einer Schneiderin, die die letzten Änderungen am Kleid vornimmt (z.B. den Saum, der ja von den Schuhen abhängt, die man zum Kleid trägt). Morgen, am 30.9., soll es fertig sein zur finalen Anprobe. Juchuu!

Der Aufenthalt in Denver hielt aber noch viel mehr bereit als "nur" die Suche nach dem perfekten Kleid. Tiffany verwandelte das lange Wochenende in einen Kurzurlaub voller Überraschungen für mich als "angehende Braut". Zunächst war da das Schild am Auto -- "Bride to be on board, honk for good luck! (Zukünftige Braut an Bord, bitte für viel Glück hupen!") , dann der Schleier, den ich während meines gesamten Aufenthalts in Denver tragen musste (lieferte sofort Gesprächsstoff, egal ob im Brautmodenladen, beim Essen gehen oder Go-Kart fahren...), und dann natürlich die Hammer-Junggesellinnenverabschiedung, die Tiffany und ihr Mann Steven mir geschmissen haben.







Neugewonnene Weisheiten:

1. In jedem Mädchen steckt eine Prinzessin. Auch in denen, die "ein ganz, ganz schlichtes Brautkleid" suchen.

2. Wenn Dir jemand rät, zum Brautkleider-anprobieren-gehen "angemessene" Unterwäsche zu tragen, ist das ein guter Rat. Weil man auch das schlichteste Brautkleid aller Regel nach nicht alleine anziehen kann, und man somit ansonsten nahezu unbekleidet von Brautmodenberaterinnen umrundet in der großzügig geschnittenen, hell beleuchteten Umkleidekabine steht und sich fragt "Was zum Teufel habe ich mir bei der Wahl dieser Unterwäsche gedacht!??" (P.S. Ich habe den Rat befolgt. Zum Glück.)
3. Niemand schlägt Tiffany in der Kategorie "Beste Brautkleid-Abenteuer-Freundin der Welt!!!"

Tiffany und ich auf Tiffanys Hochzeit
6. August 2005


Alle Fotos von "Brautkleid-Abenteuer in Denver" in meinem Flickr-Fotoalbum.

Unsere Einladungen



Ich hatte viel Spaß beim Basteln unserer "Save the Date"-Karten und der Einladungen.

Sicher, mit etwas weniger Perfektionismus wäre das Ganze sicher schneller gegangen, und hätte Ed so einiges Kopfschütteln erspart...

"Warum sortierst Du diese Karten aus?"
"Die haben Flecken."
"Wo?"
"Hier."
"Wo??? Im Ernst!? Das sieht kein Mensch!!!"
"Doch."
"Na gut."

...aber es gibt eben Dinge, die macht man nur einmal, und dann aber richtig.

Hochzeitseinladungen zum Beispiel.

Alle Fotos von "Hochzeitseinladungen" in meinem Flickr-Fotoalbum.

Freitag, September 29, 2006

Der Heiratsantrag

Dezember 2006. Traditionell verbringen Edward und Ineke das Weihnachtsfest in Deutschland, im Kreise von Inekes Familie in Geesthacht. Es ist der 24.12., irgendwann am Nachmittag. Edward, Ineke und Inekes Eltern sind mit der Vorbereitung des Abendessens beschäftigt. Ineke und ihre Mutter beschäftigen "die Männer" in der Küche. Edward nimmt Inekes Vater beiseite und berichtet ihm von einem Vorhaben, das Inekes Vater zunächst etwas verbläfft, aber dann relativ gelassen zur Kenntnis nimmt.

Später am Abend. Im Rahmen der Bescherung, nach dem Abendessen, überreicht Edward Ineke ein Geschenk, verpackt in einer ovalen Holzschachtel, gekrönt mit einer dicken roten Schleife. Ineke wird später erzählen, dass sie es merkwürdig fand, dass ihr Vater zu diesem Zeitpunkt anfing, wie verrückt Fotos zu machen.

Als Ineke den Deckel der Schachtel lüftet, sieht sie: Sand, Muscheln, und obenauf eine selbstgestaltete Karte. Darauf ein Strand, Palmen, Sonnenuntergang, und folgender Text:


Aloha...
(& Mele Kalikimaka!)*

Ein alles-inklusive Rundreise-Urlaub für Zwei,
auf der Hawaiianischen Insel Deiner Wahl!

Ohne Bedingungen.

(...naja, vielleicht EINE Bedingung...)


[*hawaiianisch für "Frohe Weihnachten"]

Ein dünnes rotes Schleifenband ist an ein Loch in der Karte geknotet und verschwindet im Sand. Als Ineke daran zieht, kommt eine ca. 4x4x4 cm große Schachtel zum Vorschein. Ineke erkennt die typische Form und Freudentränen laufen über ihr Gesicht.

Edward räuspert sich, und spricht.

"In den vergangenen fünf Jahren haben wir eine Menge zusammen durchgemacht, und ich will noch mehr. Ich bin sehr, sehr glücklich mit Dir. Willst Du mich heiraten?"

Ineke, die zu diesem Zeitpunkt längst nicht mehr die einzige ist, die vor Freude weint, schluchzt "Ja-ha!"

Im Februar 2006 feiern Edward und Ineke ihre Verlobung auf Oahu, Hawaii.


Edward und Ineke freuen sich auf ihre Hochzeitsfeier im Kreis von Familie und Freunden am 28. Oktober 2006.