Buchbinden, oder: Das kann ich nur in englisch.
Ich habe in letzter Zeit einige Kurse am San Francisco Center for the Book belegt, unter anderem im Buchbinden. Es ist extrem faszinierend, zu lernen, was so alles in einem handgebundenen Buch steckt, und ich habe mich bereits mehrfach dabei ertappt, vor meinem Bücherregal oder im Buchladen zu stehen und diverse Bücher neugierig auf ihre Bestandteile hin zu untersuchen. Neben der Tatsache, daß ein Buch für mich nun nicht einfach mehr "nur ein Buch" ist, sondern ein aufwändig und sorgfältig aus hochwertigen Materialien zusammengestelltes Stück Handwerkskunst, hat das Belegen derartiger Kurse einen weiteren Nebeneffekt: Mein englisches Vokabular wächst um Begriffe, deren deutsche Entsprechungen mir unbekannt sind. Das geht mir zwar nach fast vier Jahren USA auch schon in anderen Bereichen so, aber mit dem Buchbinden fällt es mir extrem auf. Was bitteschön ist ein flyleaf, was das deutsche Gegenstück zu einem spine wrapper, wie sagt man turn-ins in meiner Muttersprache?
Dank einiger deutschprachiger Buchbinderei-Seiten im Internet habe ich mein Vokabelheft zumindest zum größten Teil auf Vordermann bringen können, so daß die deutschen Beschreibungen der Fotos, die ich in den Buchbinderkursen gemacht habe, nicht ganz so arg von englischem Fachjargon durchsetzt sind. Enjoy!
Alle Fotos hier:
Buchbinden II - von Falzbögen zum genähten Buchblock, und "Hurra, der Einband paßt!"
Buchbinden III - ein schöner runder Rücken verdient ein handgenähtes Kopfband
P.S. Eine der deutschen Buchbinde-Webseiten, die mir besonders gut gefallen hat, ist der Blog von tulibri, einer deutschen Buchbinde-Enthuisiastin mit tollen Fotos und Erklärungen. In deutsch und englisch!

Wir haben am 28. Oktober 2006 geheiratet, und hatten ein wunderschönes Fest mit geliebten Familienmitgliedern und Freunden.
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